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Herzlich Willkommen! Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,
mit Stolz blickt die Deutsch-Polnische Gesellschaft (DPG) Bremen heute auf über 35 Jahre ihres Bestehens zurück. Als 1975 im damaligen Gästehaus des Bremer Senats die DPG Bremen/Bremerhaven gegründet wurde, hätte niemand vorauszusagen gewagt, dass diese bremische Auslandsgesellschaft sich so zu einem lebendigen Bestandteil der Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen entwickeln würde. Mutige und weitsichtige Bremer Bürger, allen voran Altbürgermeister Hans Koschnick, hatten beispielhaft Brücken über den Eisernen Vorhang geschlagen, als dieser von der Mehrheit der Deutschen noch als unüberwindlich und ewig angesehen wurde. Politiker und Bremer Bürger in der DPG aus allen Bereichen der Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Bildungssysteme und Sozialbereiche haben Hand in Hand die erste Städtepartnerschaft zwischen Polen und Westdeutschland, diejenige zwischen Bremen und Danzig, gegründet und rasch mit Leben erfüllt mit zahllosen Beispielen nachbarlicher Hilfe wie auch fruchtbarer gegenseitiger Beziehungen bis zu persönlicher Freundschaft – besonders in der schwierigen Zeit der Loslösung vom kommunistischen Regime in der Zeit der Solidarnosc. Die gemeinsame Vergangenheit von Deutschland und Polen ist auf beiden Seiten mit viel Leid verbunden, aber sie ist auch voller guter Beispiele eines friedlichen und für beide Seiten fruchtbaren Zusammenlebens. Die leidvolle Vergangenheit darf nicht vergessen werden, auch um die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. Jetzt müssen wir aber nach vorne schauen. Ein immer größerer Anteil unserer Bevölkerung hat keinen persönlichen Bezug mehr zu den Greueln des 2. Weltkriegs. Polen ist jetzt ein direkter Nachbar und Mitglied der EU. Immer unkomplizierter entstehen neue Verbindungen. Viele Vorurteile sind weniger wirksam. Und dennoch ist das Verhältnis zwischen Deutschen und Polen noch nicht so gut, wie es sein sollte. Immer noch gilt es, Vorurteile und Hemmungen, Missverständnisse und Ängste zu bekämpfen. Darum setzt sich die DPG Bremen dafür ein, dass die Nachbarschaft zu Polen in gegenseitigem Respekt und auf gleicher Augenhöhe, freundschaftlich und unkompliziert ist, einfach so normal wie mit den anderen Nachbarländern. Durch Vorträge, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Theater, Schüleraustausch und Bürgerreisen fördern wir Begegnungen und gegenseitiges Kennenlernen, wobei wir besonders auf Jugendliche und Berufstätige zugehen. Sie können unsere Arbeit durch Ihre Mitgliedschaft finanziell unterstützen und, wenn Sie dies wollen, durch ihr ehrenamtliches Engagement als gemeinsame Aufgabe mitgestalten.
Ihr
Prof. Wolfgang Reichel - kommissarischer Vorsitzender - |